Wie optimieren Sie Ihr Keywording?

Fotografen, Bildagenturen, Art Buyers werden alle durch Information miteinander verknüpft. Information über Bilder. Information, welche die Bilder beschreibt. Keywording ist der Schlüssel für diese Kommunikation. Keywording ist der Schlüssel zum Verkauf von Bildern, zur Bildsuche oder für die Verwaltung von Bildern in internen Datenbanken oder anderswo. Gute und geeignete Keywords erlauben dem Fotografen direkt mit dem potentiellen Kunden zu kommunizieren. Die Qualität der Beschlagwortung bestimmt zu einem grossen Teil den Wert eines Bildes – denn Bilder die nicht gefunden werden können haben logischerweise keinen Wert.

Beim Keywording scheinen die Möglichkeiten zur Optimierung endlos. Welche Optimierungen jedoch Sinn machen ist weitgehend von den später verwendeten Plattformen abhängig. Nirgendwo wird dies deutlicher als bei der Entscheidung welche Keyword-Varianten zusätzlich erfasst werden müssen. Sollte also beispielsweise nur eine Einzahlform erfasst oder gleich auch die Mehrzahl aller Nomen verwendet werden? Wie verhält es sich mit Synonymen, Deklinationen und Wortkombinationen? Was macht Sinn und welche sind Pflicht?

Differenzierung

Alle diese zusätzliche Informationen dienen dazu, dem Bildnutzer die Suche zu vereinfachen. Wer beispielsweise “Drei Kinder” in der Suche eingibt, sollte tatsächlich aus dieser Kombination relevante Treffer erhalten. Ob «Kinder» (eine Mehrzahl) gefunden wird, ist davon abhängig ob entweder die Mehrzahlform eingegeben wurde, oder ob allenfalls der Server mit erweiterten Suchmechanismen und Datenbanken auch Mehrzahlforme finden kann. Grundsatz: Je weniger Intelligenz die Suchmaschine selbst mitbringt, desto ausführlicher sollte das Keywording sein.

Erfahrungsgemäss suchen viele Bildeinkäufer mit nur wenigen Suchbegriffen. Ergibt die Suche nicht sofort einige Treffer, wird das häufig interpretiert als gäbe es zum Thema keine Bilder – und die Seite wird (vorschnell) verlassen. Dabei kann es schlicht nur daran liegen, dass nicht jeder den gleichen Wortschatz benutzt. Sollten demnach möglichst viele Menschen von der Bildsuche profitieren können, sind Synonyme ein wertvolles Mittel, die auffindbarkeit von Bildern zu verbessern. KIM Keywording bietet aus diesem Grund für jede Position in der Keyword-Struktur Felder für Einzahl, Mehrzahl und Synonyme an.

Plattform und Bildbenutzer

Varianten gibt es häufig auch zwischen den Keyword-Anforderungen verschiedener Bildanbieter. Eine Anpassung an die jeweiligen Eigenheiten einer Plattform kann entscheidend beitragen an einer besseren Positionierung in den Suchresultaten, wenn man seine Bilder dort hochlädt. Ein gutes Keywording ist der Plattform und den Suchgewohnheiten der Bildnutzer angepasst. Gerade bei spezialisierten Archiven, oder bei firmeninternen Bilddatenbanken, spielen besondere oder branchenspezifische Wörter eine Rolle. Diese können mitunter nur Relevanz innerhalb der Firma haben. Sie sind aber für die Bildsuche oft sehr hilfreich, wenn solche spezielle Wörter im Keywording berücksichtigt werden.

Ausschlusskriterien

Das eigene Keywording lässt sich durch eine Analyse der technischen Möglichkeiten, der gewünschten Differenzierung und sogenannten Ausschlusskriterien zusammenstellen. Ausschlusskriterien sind solche Wörter, die dabei helfen positiv das «Fehlende» zu beschreiben. Ein Keyword wie «Niemand» gehört zu einem Bild, auf welchem keine Menschen sichtbar sind. Das hilft dabei, Bilder mit Menschen in der Suche von den Suchresultaten auszuschliessen. Ein Ausschlusskriterium kann auch eine Kategorie sein. Ich möchte beispielsweise Bilder mit dem Stichwort «Team» finden, jedoch ohne «Business» Situationen. Bilder wo «Business» dazugeschrieben wurde, werden dann bei der Bildsuche ausgeblendet, wenn man Business als Ausschlusskriterium eingibt (wie das geschieht ist von Website zu Website häufig unterschiedlich). Die Idee hinter den Ausschlusskriterien ist die, dass man genügend differenziert beschlagworten soll, damit einzelne Keywords auch zum ausschliessen genutzt werden können.

Der Nutzen allgemeiner Begriffe

Eine Keywording Optimierung erreicht man also durch eine genügend differenzierte Beschlagwortung, die sowohl Keyword-Varianten für mehr Treffer anbietet, als auch Keywords als Ausschlusskriterium erlaubt. Generell erscheint dies nur möglich, wenn sowohl allgemeine Kategorien definiert (Menschen, Architektur, Business, Sport, …) als auch detaillierte beschreibende Keywords nutzt (spielen, lachen, gemeinsam, Taxi, Bürogebäude, LED-Leuchte). Allgemeine Begriffe, die als Kategorien verwendet werden können, helfen sowohl bei der Eingrenzung einer Thematik als auch bei der Ausgrenzung ungewünschter Bilder.

Hierarchische Keywordstrukturen helfen dabei sowohl allgemeine wie auch mehr präzise Wörter auf einmal zuzuordnen.

Konzeptionelle Keywords

Neben den exakten Beschreibungen gelten häufig auch konzeptionelle Keywords. «Pensionierung» oder «Gesundheit» etwa sind abstrakte Begriffe. Sie sind für die Bildsuche sehr wichtig, aber häufig schwer zu beschreiben. Gerade weil es abstrakte Begriffe sind, lassen sie sich nicht exakt zuordnen. Mit konzeptionellen Begriffe sollte man eher vorsichtig umgehen. Wörter wie «modern» veralten schnell und einmal zugeordnete Begriffe lassen sich nur mit hohem Aufwand später von den einzelnen Fotos entfernen. Wer konzeptionelle Suchbegriffe benötigt tut gut daran, dafür eine geeignete Strategie zu erarbeiten.

Diese Überlegungen sind nicht abschliessend und müssen in der Regel gegen den Hintergrund der eigenen Anforderungen evaluiert werden. Anbei ein paar Fragen, die für eine solche Evaluation genutzt werden können.

 

Optimierung erreichen

  • Wie intelligent ist die Suchmaschine? Ist eine Datenbank integriert und können Deklinationen, Synonyme und andere Spracheigenheiten automatisch berücksichtigt werden?
  • Bei einer intelligenten Suchmaschine: Welche Datenbanken werden dort genutzt und lassen sich diese pflegen?
  • Müssen neben Einzahlformen auch Mehrzahlforme und Synonyme eingegeben werden?
  • Gibt es branchenspezifische Wörter, die für das Keywording Bedeutung haben?
  • Wie lange werden die Bilder voraussichtlich genutzt? Auf welche Verwendungszeit hinaus sollte das Keywording funktionieren?